Historischer Festzug
1250 Jahre Wessobrunn
 
 
1.
Vorreiter
 
Pferde von Andreas Reßler, Forst-Kaltenbrunn
 
2.
Kleiner Festwagen
 
mit Schild "1250 Jahre Wessobrunn"
 
Gespann von Johann Rohrmoser, Schellschwang
 
3.
Trachtenkapelle Wessobrunn
 
4.
Klostergründung
 
Landjugend Wessobrunn-Haid-Forst
 
Entsprechend der im 11. Jahrhundert aufgezeichneten Tradition soll der bayerische Herzog Tassilo III. im Jahre 753 das Benediktinerkloster Wessobrunn gegründet haben. Eine Gründungsurkunde gibt es nicht. Bei der Zerstörung des Klosters 955 dürften die Aufzeichnungen verbrannt sein.
 
Gespann von Michael Hackl, Forst-Gmain
 
5.
Ehemalige Filialkirche St. Vigil in Riedhof bei Rott
 
Trachtenverein Rott
 
Die Kirche St. Vigil in dem Weiler Wilburgried (Riedhof) war dem Kloster Wessobrunn seit 1155 inkorporiert. Unter Abt Thassilo Bölzl wurde die Kirche um 1717 umgebaut und durch eine neue Ausstattung geschmückt. 1808 wurde die Kirche abgebrochen.
 
Gespann von Raimund Schneider, Ludenhausen
 
6.
Ehrenkutsche
 
Gespann von Klement Kölbl jun., Forst-Hof
 
7.
Wessobrunner Gebet
 
Trachtenverein Wessobrunn-Haid
 
Das älteste deutsche Sprachdenkmal mit christlichem Inhalt wurde vermutlich um 814 im Kloster Wörth im Staffelsee geschrieben. Professor Dr. Sepp, der Besitzer der Klostergebäude, ließ 1875 den Text in Stein meißeln und unter der Dorflinde aufstellen.
 
Gespann von Johann Rohrmoser, Schellschwang
 
8.
Ungarneinfall und Kreuzbergkapelle
 
Krieger- und Soldatenverein Wessobrunn-Haid
 
Mahnmal für den von den Ungarn im Jahre 955 ermordeten Abt Thiento und sechs seiner Mönche. Nach einer Holzkapelle wurde 1595 die jetzige Kapelle errichtet und 1771 barockisiert.
 
Gespann von Karl Schamper, Hohenpeißenberg
 
9.
Musikkapelle Gratsch bei Meran
 
In diesem Ort hatte das Kloster Wessobrunn bis 1803 zwei Weingüter
 
10.
Ehrenkutsche
 
Gespann von Robert Mittelmeier, Peißenberg-Tritschenkreut
 
11.
Herzog Tassilo mit Jagdgefolge
 
Schützengesellschaft Haid-Wessobrunn
 
Nach der Gründungslegende war Tassilo 753 auf der Eberjagd im Rottwald. Um 1515 wurde ein Jagdgerätehaus errichtet. Besonders in den schlechten Zeiten war auch die Wilderei sehr populär. Im letzten Jahrhundert entstanden den Bauern durch Wildschweine große Schäden.
 
Gespann von Johann Schweyer, Forst-Templhof
 
12.
Abt Walto
 
Vereinigung Wessofontanum
 
In seiner Amtszeit von 1130 bis 1156 setzte er sich für die geistliche Disziplin im Kloster ein und gründete ein Nonnenkloster. Das Kloster erlebte einen großen wirtschaftlichen Aufschwung. Nach seinem Tode wurde er als "Heilig" angesehen. Als einmal der für die Messfeier benötigte Wein nicht vorhanden war, verwandelte sich durch sein intensives Gebet vor dem Kruzifix das aus dem Brunnen geholte Wasser zu Wein.
 
Gespann von Rudolf Albrecht, Böbing
 
13.
Ehrenkutsche
 
Gespann von Detlef Caspar, Forst-Schönwag
 
14.
Selige Diemut
 
Gartenbauverein Wessobrunn
 
Sie lebte als Reklusin im Kloster Wessobrunn und schrieb ab dem Jahre 1080 mit größter Sorgfalt theologische und philosophische Werke ab. Fünfzig Werke sollen von ihr selbst verfasst worden sein. Fünfzehn dieser Schriften befinden sich in der Nationalbibliothek in München. Durch sie wurde die Buchkunst des Klosters in der wissenschaftlichen Welt berühmt gemacht. Die Bücher standen damals so hoch im Wert, dass für ein Buch der große Gutshof-Peißenberg gegeben wurde.
 
Gespann von Helmut Ostenrieder, Wessobrunn
 
15.
Musikkapelle Rott
 
16.
Ehrenkutsche
 
Gespann von Klement Noll, Dießen - Wengen
 
17.
Römerturm oder Grauer Herzog
 
Ferkelclub Wessobrunn
 
Der einstige Glocken- und Wehrturm des Münsters ist noch ein Überbleibsel der großen Bautätig-keit des 13. Jahrhunderts. Durch einen Holzsteg war er mit der Klosterkirche verbunden. Heute dient er der Pfarrkirche als Glockenturm.
 
Gespann von Peter Erdt, Pflugdorf
 
18.
Das "Fähndl" zu Weilheim 1632
 
Schützengesellschaft Frohsinn Weilheim
 
Herzog Maximilian I. organisierte um 1600 die Wehrkraft des bayerischen Volkes und die Landesverteidigung in den sogenannten "Landfahnen". An 24 Sonn- und Feiertagen wurden nach dem Gottesdienst durch einen Drillmeister Übungen durchgeführt.
 
19.
Weilheimer Bürgerinnen und Bürger im Festtags-G'wand
 
Für fast zwei Jahrhunderte war Weilheim ein bedeutendes Zentrum der deutschen Barockkunst. Um das Jahr 1590 entstand die "Weilheimer Bildhauerschule". Im Festzug sind die "Weilheimer" durch Ratsherrn, gehobenes Bürgertum und einfache Leute in Festtags-G'wand vertreten.
 
20.
Weintransport von Südtirol nach Wessobrunn
 
Sportverein Wessobrunn-Haid
 
Das Kloster Wessobrunn hatte neben einigen Grundstücken in Südtirol zwei Weingüter in Gratsch bei Meran. Jährlich im November wurde der Wein mit zwei Gespannen, jeweils mit einer Vertrau-ensperson, 3 Fuhrknechten und 15 Pferden, über den Brenner und den Zirler Berg nach Wessobrunn gebracht.
 
Gespann von Martin Neumayr, Huglfing
 
21.
Stuckatorenschule Wessobrunn
 
Freiw. Feuerwehr Haid
 
Im 17. und 18. Jahrhundert gehörten ca. 600 bis 700 Baumeister und Stuckatoren zur "Wessobrunner Stuckatorenschule". Die meisten waren von Gaispoint (Wessobrunn), Haid und Forst. Weit über die Grenzen Bayerns und Deutschlands hinaus wurde die Stuckkunst von den Wessobrunnern beeinflusst bzw. bestimmt.
 
Gespann von Siegfried Brunner, Penzberg
 
22.
Johann Baader, Freskenmaler von Lechmühlen
 
Schützenverein Lechroaner Stadl
 
Der sogenannte Lechhansl wurde 1717 in Lechmühlen geboren. Von ihm, dem Schüler des Bergmillers, wurden die Deckenfresken in der Pfarrkirche Wessobrunn angebracht. Er verstarb 1780 in Schlehdorf.
 
Gespann von Michael Sturm, Stadl
 
23.
Musikkapelle Pflugdorf-Stadl
 
24.
Wallfahrtskirche St. Leonhard in Forst
 
Leonhardiverein Forst
 
Die Filialkirche, die ursprünglich zur Pfarrei Rott gehörte, kam 1128 zur Pfarrei Wessobrunn. Un-ter Abt Thassilo Bölzl erfolgte am 14. Mai 1724 die Grundsteinlegung und am 16. September 1735 konnte die neue Kirche eingeweiht werden.
 
Gespann von Andreas Reßler, Forst-Hagenlehen
 
25.
Schule früher und heute
 
Schule aus drei Epochen: Grundschule Forst in Wessobrunn: 1796 Pflanzung der sogenannten Schul-Befreiungslinde, das Schulgeld wurde von Abt Joseph abgeschafft.
- Schulhaus-Neubau um 1908
- Das heutige Schulleben
 
26.
Bruderschaft "Mutter der Schönen Liebe"
 
Pfarrgemeinde Wessobrunn
 
Nach Genehmigung des Papstes Clemens XI. und des Augsburger Bischofs Alexander Sigismund wurde die Bruderschaft im Mai 1711 feierlich eröffnet. Zu der großen Anzahl von Mitgliedern (600.000) gehörte auch Kaiser Karl VII. und seine Frau Maria Amalia.
 
Gespann von Siegfried Hibler, Raisting
 
27.
Heuwinklkapelle in Iffeldorf
 
Gemeinde Iffeldorf
 
Die Kapelle war seit 1639 bis zur Säkularisation dem Kloster Wessobrunn inkorporiert. Wegen der großen Bedeutung als Wallfahrtskirche, Ende des 17. Jahrhunderts, ließ Abt Virgil Dallmayr 1698 den Grundstein für einen Neubau legen. Als Baumeister wird Johann Schmuzer vermutet.
 
Gespann von Martin Mair, Sindelsdorf
 
28.
Musikkapelle Forst
 
29.
Getreidetransport vom Zehentstadel Forst zum Kloster
 
Schützenverein Forst
 
In Forst wurde überwiegend Roggen, Feesen und Hafer angebaut. Das Zehentgetreide wurde in einem Stadl in Guggenberg eingelagert und dort im Winter gedroschen. Bei der Bestandsaufnahme im November 1802 lagen dort ungedroschen 6 Scheffel Roggen, 45 Scheffel Feesen, 6 Scheffel Gerste, 30 Scheffel Hafer und 30 Schober Stroh.
 
Gespann von Klement Kölbl sen., Forst-Hof
 
30.
Tuffsteinbruch in Paterzell
 
Veteranen und Reservisten Forst
 
Der Tuffstein war früher in unserer Gegend das bedeutendste Baumaterial. Dieser Naturstein soll seit über 1000 Jahren in Paterzell gewonnen worden sein. In primitiven Kalköfen aus Lehm wurde aus den Tuffabfällen Kalk gebrannt und in den naheliegenden Gruben gelöscht. Diesen Sumpfkalk benötigten die Stuckatoren.
 
Gespann von Thomas Jais, Forst-Hagenlehen
 
31.
Klosterbrauerei Wessobrunn
 
Freiwillige Feuerwehr Haid
 
Im Jahre 1687 erhielt das Kloster Wessobrunn vom Kurfürst Max Emanuel das Braunbierrecht. Doch schon um 1666 wird von einem guten Braumeister geschrieben. Ein neues Brauhaus wurde um 1884 von Michael Sager erbaut. Der Brauereibetrieb wurde im Jahr 1911 eingestellt.
 
Gespann von Josef Hirsch, Pähl
 
32.
Klosterziegelei in Haid
 
Freiwillige Feuerwehr Wessobrunn
 
Unter Abt Paul Ranck wurde 1462 in Haid eine Ziegelei errichtet. Nach der Klosterauflösung 1803 erwarb der bisherige Ziegler die Baulichkeiten. Eine zweite Ziegelei entstand im Jahre 1848 in Zellsee.
 
Gespann von Alfred Gabler, Oderding
 
33.
Klosterschmiede
 
Leonhardiverein Forst
 
Von der Klosterschmiede wird berichtet, dass Abt Kaspar zwischen 1517 und 1523 die baufälligen Räume der Schmiede erneuern ließ. Bei der Säkularisation wurde die Schmiede vom Sohn des bis-herigen Klosterschmiedes Fesenmayr ersteigert. Bereits um 1630 gab es in Forst-Templhof einen Schmied.
 
Gespann von Bernhard Reßler, Forst-Hagenlehen
 
34.
Musikkapelle Apfeldorf
 
35.
Abbruch der Klosterkirche und der Konventgebäude
 
Sportverein Wessobrunn-Haid
 
Da bei der Klosteraufhebung 1803 für die Klosterkirche und die Konventgebäude kein Käufer gefunden werden konnte, waren sie dem Verfall preisgegeben. Als im Jahre 1810 mehrere Häuser in der oberen Stadt in Weilheim abbrannten, gab der Staat diese Gebäude als Steinbruch für die in Not geratenen Bürger frei.
 
Gespann von Karl Mayer, Polling
 
36.
Ochsengespann mit Heuwagen
 
Ortsverbände Forst und Wessobrunn des BBV
 
Für die überwiegend kleinen landwirtschaftlichen Betriebe in Wessobrunn und Haid, wurden als Zugkraft Ochsen und Kühe verwendet. Erst durch die Mechanisierung der Landwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg, konnte auf diese Zugtiere verzichtet werden.
 
Gespann von Hermann Steidl, Haunshofen-Bauerbach
 
37.
Waschende Bäuerinnen
 
Landfrauen Wessobrunn-Haid
 
Harte Arbeit und ausgelaugte Hände - das Waschen war Frauensache. Erst gegen Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts kamen mechanische Hilfen wie Schleudern oder halbautomatische Waschmaschinen auf.
 
Gespann von Klement Noll, Dießen - Wengen
 
38.
Torfstechen
 
Gartenbauverein Forst
 
Im Gemeindegebiet Wessobrunn gab es viele Moorgrundstücke, die im Laufe der Zeit kultiviert wurden oder Torf abgebaut wurde. Besonders nach dem 1. und 2. Weltkrieg war Torf ein wichtiges Brennmaterial für die Haushalte. Auch als Einstreu bei der Tierhaltung fand der Torf Verwendung.
 
Gespann von Franz Reßler, Forst-Hagenlehen
 
39.
Musikkapelle Birkland
 
40.
Waldarbeiten
 
Trachtenverein Wessobrunn
 
In unserer waldreichen Gegend fanden viele Frauen und Männer Arbeit im staatlichen Forst. Bei dieser gefährlichen Arbeit verlor auch mancher Waldarbeiter sein Leben.
 
Gespann von Lorenz Grabmeir, Pflugdorf
 
41.
Pfarrkirche St. Peter und Paul, Ludenhausen
 
Schon um 907 gehörte eine Hube von Ludenhausen zum Kloster Wessobrunn. Bis 1803 besaß das Kloster die gesamte Hofmark Ludenhausen, zu der auch Gimmenhausen, Vilgertshofen und Wolfgrub gehörten.
 
42.
Schützenwesen mit Gründungsmitgliedern
 
Schützengesellschaft Haid-Wessobrunn
 
Der Schützenverein Haid-Wessobrunn wurde 1889 gegründet. Bereits im Jahre 1807 wurde die Errichtung einer Schießstätte und die Bildung einer Schützengesellschaft beantragt. Der Bau einer Schießstätte im ehemaligen Klostergarten 1867 und die Gründung einer Zimmerstutzengesellschaft 1883 in Wessobrunn weisen auf eine rege Vereinstätigkeit hin.
 
Gespann von Johann Rohrmoser, Schellschwang
 
43.
Feuerwehr früherer Zeit in Forst
 
Freiwillige Feuerwehr Forst
 
Bis zur Gründung von Freiw. Feuerwehren wurde in den Landgemeinden die Brandbekämpfung von Pflichtfeuerwehren wahrgenommen. Die Ausrüstung war äußerst dürftig. Neben Feuerleitern und Feuerhacken musste jeder Ort mit mehr als 10 Wohngebäuden mit einer Feuerlöschmaschine ausgestattet sein.
 

Gespann von Andreas Reßler, Forst-Hagenlehen

 
 
     
  Gemeinde Wessobrunn
1.Bürgermeisterin Hertha Brigitte Lang

Zöpfstraße 1 - D-82405 Wessobrunn
Tel.: 08809/313 - Fax: 08809/202
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